Wir reden nicht nur.
Wir bauen.
Momance ist ein Wahrnehmungstraining, das sich selbst überflüssig machen will. Was hier steht, ist nicht das Produkt, sondern der Weg dahin.
Das Experiment folgt The Radical Empathy & Experimentation Process™. Kein aufgeräumter Erfolgsnachweis - ein ehrlicher Bericht davon, welcher Schritt welche Entscheidung erzeugt hat.
Momance
Ein Wahrnehmungstraining, das sich selbst überflüssig macht.
Nicht das Produkt ist die Geschichte - sondern der Weg dahin.
Ideen von uns.
Struktur von Claude.
Einen Prompt hinwerfen kann jeder. Was Momance zeigt: die Qualität der Vorarbeit entscheidet. Design Thinking, Hypothesentests, User Research - jede Methode bewusst gewählt, nicht zufällig eingesetzt.
Claude ist dabei kein Autor, sondern Sparringspartner - hinterfragt Annahmen, strukturiert Workshops, schreibt mit. Damit jede Session reproduzierbar bleibt, haben wir einen eigenen Dokumentations-Skill entwickelt.
Die Methode ist kein Werkzeugkasten. Sie ist ein Denkrahmen - und Claude ist der erste, der ihn ernst nimmt.
Zuhören, bevor man baut
Momance begann nicht mit einer App-Idee. Es begann mit einer Beobachtung: Das Gehirn übersieht positive Momente dreimal häufiger als negative. Evolution, kein Versagen.
Bestehende Ansätze - Achtsamkeitsapps, Dankbarkeitstagebücher - arbeiten mit Willenskraft. Die Frage, die offenblieb: Was würde die Wahrnehmung selbst verändern, nicht nur kompensieren?
Bevor die richtige Lösung gefunden werden kann, muss die richtige Frage gefunden werden.
Das eigentliche Problem
Der Negativity Bias ist nicht abschaltbar. Aber trainierbar. Das ist der Unterschied, der alles andere bestimmt.
Daraus entstand das Vier-Dimensionen-Modell: Genauigkeit, Vielfalt, Im Moment, Eigenimpuls. Kein lineares Level-System - weil Entwicklung nie linear verläuft.
"Ich will glücklicher sein" ist das Symptom. "Mein Gehirn überspringt, was bereits gut ist" ist die Ursache. Aus diesem Unterschied folgt alles andere.
Die Hypothese - und die Entscheidungen, die sie erzwingt
"Build to Delete" ist kein Slogan. Es ist die direkte Konsequenz der Hypothese: Wer auf Retention setzt, widerspricht der eigenen These.
Also: keine Push-Notifications. Kein Social Layer. Keine Streaks. Einmalzahlung statt Abo. 44 dokumentierte Entscheidungen - jede begründet, keine aus Angst.
Eine Hypothese erzwingt Entscheidungen. Auch die unbequemen.
AI als Sparringspartner - nicht als Abkürzung
Momance wurde nicht von AI gebaut. Mit AI gedacht. Jede Entscheidung entstand im Dialog - AI als Gegenüber, das hinterfragt und spiegelt, nicht als Generator.
Parallel: eine Nutzerbefragung mit Echtzeit-Auswertung. Jede neue Antwort berechnete automatisch die Hypothesen-Scores und postete ein Update in Linear. Messen war kein Schritt am Ende - es war Teil der Infrastruktur.
Den Wert von AI als Denkpartner spürt man erst, wenn man aufgehört hat, ihn als Werkzeug zu behandeln.
Was der Prototyp beweist. Und was noch offen ist.
Momance ist ein funktionierender Prototyp in aktiver Entwicklung. Die Hypothese trägt: Das Build-to-Delete-Prinzip funktioniert als Designkompass - es macht Entscheidungen klarer, nicht schwerer.
Was noch offen ist: ob Nutzer den Unterschied spüren. Ob vier Dimensionen die richtige Granularität sind. Das beantwortet Phase 2.
"Leben" heißt nicht fertig. Es heißt: die nächsten Fragen können jetzt selbst gestellt werden.