Hilft jetzt.
Ändert nix.
Ein Würfel trägt einen Gedanken in fünf Stimmen. Man dreht, bis eine davon trifft.
Das Experiment läuft seit dem 8. August 2026. Was hier steht, ist der Stand von heute und wird sich ändern.
Mantrify
Ein Gadget gegen den Moment, nicht gegen das Problem.
Arbeitstitel, und der Name ist noch nicht entschieden.
Es fängt nicht mit einer Idee an
Es gibt Sätze, nach denen man eine halbe Stunde nicht arbeiten kann. Der Nebensatz in der Runde. Die Entscheidung, die über den eigenen Kopf hinweg gefallen ist. Der Termin, der etwas anderes war als angekündigt. Selten ist der Anlass gross genug, um ihn ernsthaft zu verhandeln, und genau deshalb bleibt er liegen.
Das Problem ist dabei nicht die Reaktion. Reaktionen sind normal. Das Problem ist die Zeit danach, in der man mit dem Kopf woanders ist und trotzdem weiterarbeiten muss. Über Jahre kommt einiges davon zusammen, und wer in Strukturen arbeitet, die selten so geordnet sind wie ihre Organigramme, kennt das Muster.
Der Anspruch dagegen lässt sich in drei Worte fassen: Resilienz, Versachlichung, Professionalität. Nicht als Ideal, das man vor sich herträgt, sondern als Arbeitsweise unter Bedingungen, die man sich nicht ausgesucht hat.
Zuerst ein Brett, dann ein Würfel
Am Anfang stand kein Produkt, sondern ein Werkzeug für den eigenen Gebrauch: ein Board, auf dem ein Trigger benannt, eingeordnet und abgelegt wird. Es funktioniert, weil Benennen die halbe Arbeit ist. Es funktioniert nur nicht immer, weil es Aufwand kostet, und im Moment des Triggers hat man diesen Aufwand nicht übrig.
Der Würfel ist die Abkürzung. Nichts sortieren, nichts eintragen, nur drehen, bis ein Satz passt. Das Board bleibt unser privates Werkzeug und ist nicht als Produkt gedacht; es steht hier, weil ohne es der Würfel nicht entstanden wäre.
Wir haben beides für uns gebaut und nicht für einen Markt. Das ist keine Bescheidenheitsformel, sondern der Grund, warum wir überhaupt weitermachen: Werkzeuge aus echtem Bedarf tragen weiter als Werkzeuge aus einer Lücke im Angebot.
Löst nichts. Trägt trotzdem.
Der Auslöser ist selten das eigentliche Problem, meistens ist es die Summe. Daran ändert dieser Würfel nichts. Er gibt einen Satz für die nächste halbe Stunde, und manchmal reicht das schon, um nicht das Falsche zu tun.
Sechs Würfel, sechs Haltungen. Jeder trägt denselben Gedanken in fünf Tonlagen, gesprochen von fünf Figuren aus dem Arbeitsleben: einer Therapeutin, einer Kollegin kurz vor der Kündigung, einem Entwickler, einem Marketing-Guru und einer Feelgood-Managerin. Man dreht, bis eine davon trifft. An manchen Tagen ist es eine andere als gestern.
Jede der fünf hat eine Vorgeschichte, und die steht auf der Microsite auch dabei. Nicht als Schmuck: Wer weiss, warum jemand so redet, kann den Satz besser einordnen und merkt schneller, welche Stimme gerade die eigene ist.
Teilen, nicht Verkaufen
Von Anfang an gilt eine einzige Messgrösse: Wird es weitergegeben. Nicht Umsatz, nicht Verweildauer, nicht Wiederkehr. Jede Gestaltungsfrage wird daran gemessen, und mehr als eine Frage ist daran schon gescheitert.
Das hat Folgen, die man erst merkt, wenn man sie ernst nimmt: Der Empfänger ist wichtiger als der Absender, das Ding muss ohne Kontext funktionieren, und der geteilte Zustand gehört in die Adresse. Der wichtigste Satz der ganzen Seite steht deshalb nicht auf dem Würfel, sondern über dem Knopf: Wem geht es gerade genauso?
Zwei Hypothesen, eine davon unbequem
Erstens: Ein Werkzeug, das den Trigger benennt, verkürzt den Weg zurück auf die Sachebene. Das haben wir über Wochen an uns selbst geprüft, erst mit dem Board, dann mit dem Würfel, und für uns funktioniert es deutlich.
Genau hier liegt aber auch die Grenze, und sie gehört auf diese Seite und nicht ins Kleingedruckte: Wir sind zwei Menschen, und einer davon hat das Ding gebaut. Das ist ein guter Grund weiterzumachen und kein Beleg. Wer aus so etwas eine Wirkungsaussage macht, betreibt Werbung.
Zweitens: Was für uns funktioniert, funktioniert auch für andere. Das ist die eigentliche Frage und der Grund, warum es die Microsite überhaupt gibt. Sie zerfällt in zwei Teile, die man nicht verwechseln sollte: ob der Würfel fremden Menschen im Moment hilft, und ob jemand ihn real besitzen will.
Gemessen wird das Erste am Teilen, weil man dafür jemandem etwas zumuten muss, und das Zweite an einem Regler am Ende der Microsite: eine Achse mit Eurobeträgen, an deren Enden steht, was es dort ungefähr dafür gäbe. Stufenlos und ohne vorgegebene Klassen, weil vorgegebene Klassen am Ende messen, wie wir eingeteilt haben, und nicht, was jemand denkt. Verkauft wird dort ausdrücklich nichts.
Vorher festgelegt, damit es hinterher zählt
Ein Experiment ohne Enddatum läuft ewig, und ohne vorher festgelegte Schwelle liest man hinterher jedes Ergebnis als Bestätigung. Deshalb steht beides hier, bevor die Zahlen da sind.
Laufzeit: bis zum 31. Oktober 2026. Mindestmenge: zweihundert Menschen, die den Würfel wenigstens einmal drehen. Darunter wird nicht ausgewertet, weil jede Quote auf kleiner Basis Zufall ist.
Schwelle: Die erste Teilfrage gilt als gestützt, wenn jeder Zehnte davon ein Mantra weitergibt. Die zweite, wenn der Median der genannten Beträge bei mindestens 25 Euro liegt. Der Median und nicht der Durchschnitt, weil ein einzelner Übermütiger den Durchschnitt hebt und die Antwort verfälscht.
Kommen bis dahin keine zweihundert zusammen, ist nicht die Idee widerlegt, sondern die Reichweite fehlt. Das ist ein Unterschied, und wir werden ihn benennen statt ihn zu verwechseln. In dem Fall verlängern wir einmal und schreiben auf, woran es lag.
Jede Entscheidung wird mitgeschrieben
Parallel zum Bauen läuft ein Entscheidungs-Log. Darin steht nicht nur, was entschieden wurde, sondern auch, was verworfen wurde und warum, und an welchen Stellen wir uns geirrt haben. Nach vier Tagen waren es zweihundertfünfzig Einträge, inzwischen fast dreihundert.
Beispiele daraus: dass ein leeres iPhone kein Programmierfehler war, sondern eine Dateivorschau ohne Skriptausführung. Dass fünf von elf Farbwerten die Kontrastprüfung nicht bestanden, weil Dekorfarben für Text verwendet wurden. Dass der Würfel in vier von zehn Zügen auf der falschen Seite einrastete, weil zwei Verfahren nebeneinanderliefen. Dass die Wortmarke auf dem Würfel am Ende einfarbig weiss wurde, weil zweifarbiger Druck auf vier Zentimetern zwei Durchgänge und eine Passermarke bedeutet. Solche Sätze stehen normalerweise in keiner Fallstudie.
Ehrlich unfertig
Der Produktname ist ein Arbeitstitel und noch nicht entschieden. Die Produktbilder sind Entwürfe und keine Fotos; woraus die Würfel am Ende sind, ist offen und wird auf der Microsite gerade abgefragt. Der Zähler ist noch keiner: Bis der Rücklauf wirklich bei uns ankommt, bleibt die Angabe im Browserfenster und wird nirgendwohin übertragen. Das sagt die Seite auch selbst.
Genau deshalb ist es ein Experiment und keine Ankündigung.
Der Würfel steht drüben
Am schnellsten versteht man es, indem man dreht. Die Microsite braucht keine Anmeldung, setzt keine Cookies und will nichts verkaufen.